SLEAZEmagazin

trash mit substanz

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SLEAZE empfiehlt: DELTA SPIRIT.

By Julian on August 26, 2010

Freunde, Freunde, Freunde. Die vermeintlich großen Gazetten  der Musik- und Popkultur verkünden ja schon seit geraumer Zeit das Ende vom aufgeblasenen und überzüchteten Genre  der „Independent Rockmusik“. Und ja, es ist nicht alles Gold was glänzt in diesen Tagen. Und ja, man muss schon mal genauer hinsehen- und hören, um sicher gehen zu können: das ist kein Marketingprodukt, welches da auf der Bühne steht.

DELTA SPIRIT – BUSHWICK BLUES vom aktuellen Album “History from Below”

Bei DELTA SPIRIT lohnt sich das allemal. Die Kalifornier mit australischem Label und dem gelungenen zweiten Album „History From Below“ im Gepäck reisen in die Republik um uns mit vier Auftritten genau ans Herz zu legen, was ihnen wichtig ist: Musik zwischen VAMPIRE WEEKEND und RYAN ADAMS, zwischen handgemachten Rock, Country und experimenteller Percussion.

Bands wie die COLD WAR KIDS oder CLAP YOUR HANDS SAY YEAH konnten in den letzten Jahren auf den Support von DELTA SPIRIT nicht verzichten, was dazu führte, dass in den letzten zwei Jahren rund 290 Bühnen bestiegen wurden. In aller Welt.

Live-Erfahrung kann man dem Quartett also nicht absprechen, und solltet ihr doch Zweifel an den grandiosen Liveauftritten haben, werden wir euch bekehren. SLEAZE verlost passend zum Tourstart in Deutschland am 11.September für alle vier Stationen der „HISTORY FROM BELOW-TOUR“ jeweils 1×2 Freikarten.

DELTA SPIRIT – PEOPLE C’MON vom ersten Album “Ode to Sunshine”

Im besten Fall ist das also dein Zeitplan für die nächsten Tage:

Heute:

Du hörst dir die Band an, findest sie total dufte und willst Freikarten für deine Stadt gewinnen.

Morgen:

Du möchtest eine Mail mit dem Betreff „Ich Gewinne Nie Etwas“ an geschenke@sleazemag.de schreiben, traust dich aber nicht. Vielleicht hat die Redaktion schlechte Laune oder die Karten, denkst du, sind sowieso schon weg.

Übermorgen:

Nach vier Bier und einem Ego-Schub (der Bauarbeiter hat dir hinterher gepfiffen oder die Barista hat dir ihre Nummer auf den Bon gekritzelt) schreibst du eine herzerweichende Liebesmail in der Hoffnung, deine Befürchtungen von gestern sind unbegründet.

Später:

Du wartest.

Noch später:

Du wartest.

Kurz vor der Verzweiflung:

Du bekommst eine Mail, du hast die Karten. Zeitgleich rufst du deine Eltern, meine Eltern und deine Freunde an und machst ihnen die kosmischen Auswirkungen dieses Jackpots klar. Wildfremde Menschen melden sich bei dir, fragen ob sie deine Freunde werden dürfen und du sie dann mitnimmst zum DELTA SPIRIT Konzert. Auch wahre Liebe wird dir versprochen, Sex sowieso.

Am Tag des Konzerts:

Du zitterst, du frierst, du schwitzt. Deine Aufregung kennt keine Grenzen. Das Konzert wird phänomenal. Du überhäufst die Redaktion mit Dankesmails. Der arme Tropf, der bei uns die Mails lesen muss, wird eingewiesen.

Für alle Leute mit Aufmerksamkeitsstörungen hier die Kurzform:

DELTA SPIRIT „History from Below“-Tour

Wir verlosen je 1×2 Freikarten für folgende Gigs:

11.09.2010    Köln              Gebäude 9

12.09.2010    Hamburg     Molotow

13.09.2010    Berlin            Magnet

14.09.2010    München     Atomic Café

Mail mit Wunschstadt und Betreff „Ich Gewinne Nie Etwas“ an geschenke@sleazemag.de und Daumen drücken.

Julian.

YEASAYER – München, 19.08.2010

Liebe Münchner, Bayern, Süddeutsche und Urlauber der nächsten Woche, aufgepasst.

Große Reden braucht man hier nicht schwingen. Überzogene Bandpräsentationen sind fehl am Platz. Liebe Leute, hier bietet sich euch die Chance ein Stück feinste Musik für lau um die Ohren gehauen zu bekommen. YEASAYER geben sich die Ehre und beschallen am kommenden Donnerstag, den 19.08.2010, das 59:1 in München.

Für die unter euch, die sich zwar „auskennen“, aber nie die Namen von Bands mit deren Stil zusammenrekapitulieren können, ein kurzer Umriss zur Band um Anand Wilder, Chris Keating, Ira Wolf Tuton und Luke Fasano. Die Musik ist experimentell, elektrisch, folkig, indie, catchy, edgy, laser und von uns auch alles andere an Neologismen, welche sich die Klatschmusikpresse aus den Fingern saugt.

Von uns hört ihr nur eins: eine absolut verdiente, mit Ausrufezeichen beladene Veranstaltungsempfehlung. Wir sind umso gerührter euch für den kommenden Auftritt in München 2×2 Freikarten anbieten zu können. Betreff „YEAH!SAYER“ an geschenke@sleazemag.de und mit Glück und Verstand in der ersten Reihe schwitzen.

Kurzfakten:

YEASAYER, 19.08.2010, 19h

59:1, München

Betreff: „YEAH!SAYER“

Für alle armen Schelme ohne Fortuna auf der Schulter gibt’s Karten für schmale 16€, angelegt ist das besser als in Aktien.

Liebe Lebenden, Der SLEAZE Plattenteller dreht sich. Heute sogar in die unterschiedlichsten Richtungen. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut und euch ein fantastisches 4-Band Menü zusammengestellt. Alle Meister ihres Fachs, Legenden und Helden. Aber, hört selbst. Da gehts von gutem, handgemachtem Rock (The Fog Joggers) über Synthie-Pop (Teenagers in Tokyo) erst zu Ironie-Punk (Stakeout) dann zu Pogo-Punk (Kotzreiz). Die Palette der Farben die euch hier aufgetischt werden ist breit und bunt, um das mal im Wohnzimmer zu erleben seien euch folgende Platten empfohlen. The Fog Joggers – To Strangers and Friends EP VÖ: 06.08.2010 PPR | Finetunes Indierock Das Rezept klingt nicht neu, sondern eher nach Muttis altem Kochbuch: vier normale deutsche Indie-Typen Anfang zwanzig, ein englischer Bandname, eine markante Stimme und ein bisschen Rock `n Roll, Blues, Pop, Indie und Orgel. So weit so gut. The Fog Joggers sind genau das. Vergleiche mit den jungen Stones wirken eher belastend als hilfreich. Die Musik der Herren aus dem Ruhrpott ist melodisch und bestens arrangiert. Nach ihrer 2008er Mini-Veröffentlichung „Autumn Girl“ folgt nun diese Debüt-EP: „To Strangers and Friends“ klingt gereift und dennoch nicht ganz fertig. Beim Hören fehlt mir der Höhepunkt, der Kracher, der Ohrwurm ohne den es schwer werden dürfte sich gegen die gut aufgestellte Konkurrenz á la Kilians oder The Picturebooks durchsetzen zu können. Die Tracks „Tonite Tonite“ und „Friend of a Friend“ gehen in die Richtung, explodieren auf der Platte allerdings nicht so wie es die Jungs vielleicht live umsetzen können. Musikalisch und textlich gibt es kaum etwas hinzuzufügen. Sänger Jan Büttner scheint für diesen Sound geboren; seine Gitarre, Stephan Selbachs Bass, Ben Kronskis Schlagzeug und Christian Peitz` Orgel sind gut-dosiert eingesetzt, wirken nie überzogen oder überladen. Die Texte sind eingängig und stolperfrei. Bestes Beispiel dafür ist das fünfte und letzte Stück der EP. „Waterfalls“ kommt als bluesbeladener Rocksong daher, der an die ganz großen der letzten Jahre erinnert. Die Vorbilder der Band sind gut gewählt: ein wenig Strokes, Kings of Leon, 60`s Rock und Indie-Anleihen. Einmal nach Muttis Rezeptebuch in den Topf und rühren. Das ist gut, aber eben noch kein 5-Sterne-Menü. Gut so, Luft nach oben schützt vor Stagnation. „To Strangers and Friends“ ist ein fabelhafter Vorgeschmack auf die hoffentlich bald erscheinende Platte der vier Rheinländer und eine absolute Empfehlung für all jene, die in zwei Jahren nicht im Club stehen wollen und sich fragen, wo sie waren als The Fog Joggers zu einer der besten deutschen Indiebands wurden. Schon jetzt groß. julian. Stakeout – Geschenke an die Welt VÖ: 30.07.2010 Volksmusike Punk “Was willst du mir erzählen kleiner Wurm, ich laufe nicht, ich schwebe. Ich bin ein Geschenk an die Welt, sei dankbar, dass ich lebe.“ Stakeout, Punk aus Berlin. Ich lege die Platte zum ersten Mal ein. Klingt nach einem Mix aus den Ärzten („Alle anderen außer mir“), einer härteren Version von Virgina Jetzt! („Ich, Trottel“), Mutabor („Du bist nicht lustig“) und der neuen deutschen Rockszene („Eisberg 1, Titanic 0“). Ganz nett, ich mach mal wieder aus. Tage später. Anlage an. Ein bisschen lauter als beim ersten Mal. Die Texte sind eingängig, wirken aber im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Möchtegernrockern á la Revolverheld & CO. nicht platt und verkrampft. Die Ironie der Texte sowie der bitterböse Humor paaren sich mit klassischem Punk, Pogo und Bläsermelodien. Teilweise sozialkritisch und anklagend („Märchenwelt A.D.), mal rein unterhaltend („Leider Nein, Sabrina“). Drittes Mal einlegen. Die Texte sind gespickt mit Zitaten aus der hiesigen Popkultur – das hat mehr Tiefgang als angenommen, das gefällt mehr als gedacht, das ist besser als die derzeitige Konkurrenz. Die Platte will ich live hören, noch lauter. julian. Teenagers in Tokyo – Sacrifice VÖ: 16.07.2010 Backyard | ADA | Rough Trade New Wave Synthesizer und Gitarren. Elektronisch und rockbar. Das hat gut funktioniert in den letzten Jahren. Mit Teenagers in Tokyo kommt die nächste New Wave Entdeckung um in die Kerbe zu hauen. In der Szene bekannt als Vorband zu CSS, deren Ähnlichkeit man den jungen Newcomern nicht absprechen kann, ist die Musik jedoch ein weniger poppiger, klingt nach mehr Disko. Der Track „Peter Pan“ läuft schon in den Clubs und weitere werden wohl nicht auf sich warten lassen. Musikalisch spielen die Teenagers in Tokyo da nicht mit dem Feuer. Sie machen das was sie können gut, einen Mix aus allem was in den letzten Jahren „Indie“ war: oben genannte CSS, Ladyhawke, New Young Pony Club und Le Tigre um nur einige zu nennen, die auf die gleiche Weise ihre Brötchen backen. Interessant an „Sacrifice“ ist die atemberaubende Stimmung, welche jedes Lied zu erzeugen weiß. Sängerin Samantha Lim wirkt inmitten dieses Elektro-, Synthie-, Trommelgewitters fast schon eingeschüchtert, singt Texte voller Unsicherheit, Lebensfreude, Ehrlichkeit und Angst. Beeindruckend wirkt hierbei die nahezu beispielslose Vielfalt mit der sich die Teenagers in Tokyo in jedem Lied präsentieren. Musikalisch nicht ganz großes Tennis also, vom Gesamteindruck aber zumindest ein Wimbledon-Finale. Nach der 2008er Debüt-EP „Teenagers in Tokyo“ also endlich wieder neues, auf Platte gepresstes Material um die Band, welche bei aller elektronischer Disko-Schminke auf Tiefgang nicht verzichten will. julian. KOTZREIZ – Du machst die Stadt kaputt VÖ: 06.08.2010 Aggressive Punk| Edel Punk Es gibt Punk und es gibt Punk. Beide schreiben sich identisch und sind doch grundverschieden. Sie gleichzusetzen wäre so, als würde man Bob Dylan mit Howard Carpendale vergleichen, den Libanesen an der Ecke fälschlicherweise als Ägypter bezeichnen oder ein Bier bestellen und eine Apfelschorle bekommen. Geht gar nicht. Die sympathisch benannte Berliner Band Kotzreiz vertritt eine Art von Punk, die es seit den späten 80ern (ob nun zum Wohle oder Übel aller) alle Jahre mal gab, die seit der großen Brit-Rock Bewegung des neuen Jahrtausends aber kaum noch ein breites Publikum anspricht: der Auf-Die-Fresse-Bier-Saufen-Pogo-Moshpit-Nasenbluten-Ekel-Mir-Egal-Punk. Die Message ist klar, gegen Nazis, gegen das System, gegen Bauarbeiter und Stadtveränderung, gegen Hansa Rostock und gegen Emos – für Bier, für Berlin, für Fußball, für Bier, für Punk, für Bier. Letztendlich ist das Album in sich wirklich stimmig. Die drei jungen Berliner versuchen nicht ein einziges Mal ihre Punkattitüde abzuschütteln um durch eine popkompatiblere Nummer oder gar einen Schmusesong eine Massentauglichkeit zu schaffen. Auf „Du machst die Stadt kaputt“ findet der Liebhaber 14 direkte, ungeschönte, laute, krachende und treibende Punknummern. Über mehr als vier Akkorde („Kotzreiz“) wird nur selten nachgedacht, die Texte sind in gewohnter Dosenbiermanier leicht gehalten („Saufen“) , avancieren zu Großstadt-Hymnen („Berlin“) die man bereits beim zweiten Hören mitsingen kann. Auf der Bühne dürfte es Kotzreiz daher weniger darum gehen, ihre Nachricht zu verbreiten, sondern Spaß mit dem Gesocks zu haben, das ein oder andere Bierchen in der Menge zu verteilen und sich anschließend die Fußball-Ergebnisse anzusehen. Das ist Punk. Den muss man mögen, oder meiden. In jeden Fall jedoch nicht zu ernst nehmen, das zwinkernde Auge singt mit („Candlelight Döner“). Schwangeren, Cholerikern, Christdemokraten und Justin Bieber würde ich vom Kauf der Platte abraten, da sich beim Hören und Pogen die eine oder andere Platzwunde auftun könnte. julian.

The Ultimate Wave Tahiti 3D

By Julian on Mai 27, 2010

The Ultimate Wave 3D

Kelly Slater, neunfacher Weltmeister, Legende der Surfszene – oft kopiert, nie erreicht. Jetzt versucht wieder einer, ihn zu kopieren. Mit Erfolg. Regisseur Stephen Low dreht den Dokumentarfilm „The Ultimate Wave Tahiti 3D“ und kopiert ihn für die Kinos dieser Welt. Was der Name an origineller Raffinesse vermissen lässt, reißt der Film in atemberaubenden Bildern wieder raus. Im Inselparadies suchen Slater und Lokalmatador van Bastolaer – wer hätte das vermutet – die ultimative Welle. In tollen Bildern und mit plötzlich auftretenden Gefahren verdeutlicht dieser Film die Faszination und Eleganz des Sports von seinen Wurzeln in Polynesien bis hin zum internationalen Spitzensport.
Die ideale Welle, das ließ sich schon vor dem Film erahnen, taucht nicht an jeder Strandbiege auf. Slater und van Bastolaer brauchen Geduld, so bleibt im Film auch Zeit für beeindruckende Bilder der faszinierenden Schönheit der ozeanischen Tier-und Pflanzenwelt. Am Ende bekommt man, wie des Öfteren im Genre der Sport-Dokumentationen, immer ein wenig das Gefühl einer übermäßigen Ikonisierung des Sportes. „The Ultimate Wave Tahiti 3D“ ist dennoch ein Kinobesuch wert.
Genau den spendieren wir euch. SLEAZE verlost 2×2 Freikarten für eine „THE ULTIMATE WAVE TAHITI 3D“-Vorstellung in BERLIN (Start: 3. Juni), zum bundesweiten Start am 26. August wird es weitere Freikarten für andere deutsche Städte geben.
3D-Surfing auf 588m²-Leinwand in Berlin gefällig? Kurze Mail mit einem netten Satz und deinem Namen an geschenke@sleazemag.de schicken, Daumen drücken und schon bald mit Popcorn und Coke im Couchsitz surfen.

Regie und Buch: Stephen Low
Länge: 45 Minuten; FSK 0 Jahre

Surfing in echtem Wasser gefällig? Brett unter den Arm, Sonne an und auf www.tahiti-tourisme.de oder www.tahiti.tv gibt’s die nötigen Infos. Den Telefonierern unter euch sei 069-175.371.032 ans Herz, nein, ans Brett gelegt.

// Julian

Unser vermeintlich hässliches Tier bekommt immer großes Feedback. Als es einmal in Ausgabe 7 aus technischen Gründen (= danilo war mal wieder dumm) nicht erschien, gab es Vermisstenanzeigen und eins aufs dicke Haupt.
Wir haben die Rubrik ins Leben gerufen, weil Ungerechtigkeit herrscht – wieder einmal. Die süßen, niedlichen, ach so knuffigen Tiere werden mehr erforscht als die Einäugigen, Zweinasigen, Dreibrüstigen, kurz – die Freaks unter uns. Wusstet ihr das?
Gut, das muss nichts Schlechtes sein. So landet man auch seltener im Tierlabor. Ungerecht ist es trotzdem. Eher Euthanasie als Darwin. Und außerdem: Frauen dürfen inzwischen auch ganz emanzipiert dumme „männliche“ Sachen machen wie Krieg führen.
Also fordern wir endlich Gleichberechtigung auch bei der Forschung. Menschen sollten in Versuchslabors zu gleichen Bedingungen wie Affen zugelassen werden, hässliche Tiere genauso erforscht wie süße. Da das allerdings noch in weiter Ferne liegt, sind die Tiere gefährdet. Wir steuern hiermit entgegen. Mit der ersten Kontaktsuchseite für die VERMEINTLICH HÄSSLICHEN UNTER UNS.

Liebe Leser,
heute möchte ich Ihnen das Lebewesen mit dem größten Herzen vorstellen. Nicht im physischen Sinne, sondern auf der tierischen Ebene. Madame Oink ist eine der liebsten und warmherzigsten Wesen auf diesem Planeten. Und weil sie deshalb natürlich auch sehr sensibel ist, möchte ich hier noch einmal eindringlich an die interessierten Herrschaften appellieren: bitte nur ernste Anschriften. (Wer sie verarscht, bekommt ihr es mit mir zu tun.)
Dessen Anliegen jedoch weiterhin edel sind und wer Madame Oink die Seesterne vom Meeresgrund holen möchte, den beglückwünsche ich schon jetzt für seinen guten Geschmack. Sollte sie sich für Sie entscheiden, werden Sie eine Traumfrau voller Leidenschaft, Lebenslust und einem reinen und loyalen Herzen kennen und lieben lernen.
Versprochen.
Verkuppilo

Madame Oink- Zungenkuss erlaubt.

Nick: Madame Oink
Name: Dugong / Seeschwein
Geschlecht: weiblich
Beruf / Beschäftigung: Sekretärin in einem Algensauger-Vertrieb
Wohnort: Küste Australiens
Größe: 2,97 m
Hobby: Ein schöner DVD-Abend mit einer Riesenschüssel voll Käse überbackener Nachos.
Motto: Es kann einfach nicht toll sein, wenn es nichts zu essen gibt.

Hauptsache gesund.

Kurz etwas zu meiner Person:
Ich bin eine lebenslustige Frau in bestem Alter. Mit mir kannst du Pferde stehlen (und sie hinterher auch aufessen, vielleicht in einer schönen Marinade oder in Rotwein eingelegt). Ich weine bei jedem Film. Mir tut selbst der Zombie leid, dem der Kopf weggeschossen wird. Ich bin ehrlich, laut, (manchmal) zickig, mag Perlenketten, Goldschmuck, Sahnetorte und rosa. Ach ja, und ich hasse Sport. Am schlimmsten ist Wassersport. Ich bin ein klassisches Mädchen, das auf ihren Prinzen auf dem weißen Pferd (das wird aber nicht gegessen) wartet.

Wen ich suche:
Wie gesagt, den Prinzen. Der darf aber auch gern im 20 Jahre alten Volvo auftauchen, solange er die Schulter hat, an die ich mich lehnen kann. Ansonsten sind mir Humor und Lust am Leben wichtig. Und wenn du gut kochen kannst, habe ich auch nichts dagegen.

Bei Interesse kannst du Kontakt aufnehmen unter der Chiffre „Liebeshafen“ mit einer Mail an danilo@sleazemag.de.


VÖ: 21.05.2010
Richard Mohlmann Records / Indigo

Nun möchte man einer jungen und talentierten Band ja keine Kreativität absprechen und sie verdammen, wenn sie das Meisterwerk stemmt, innerhalb von zwölf Monaten drei Veröffentlichungen unter die Leute zu bringen. Im Falle der schottischen Band The Cinematics scheint dieses Konzept jedoch nicht ganz stimmig zu sein. Großes Potenzial hin oder her, diese EP, aufgenommen auf der Tour zum zweiten Album „Love and Terror“, welches erst Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde, macht in meinem Kopf nicht viel Sinn. Im Herbst soll ihr drittes Album erscheinen, warum also diese EP? Als Vorgeschmack, als Ventil, da die Band so viel Kreativität aufgestaut hat, während sie durch Europa tourte, heißt es aus dem Umfeld der Band. Die Silent Scream EP ist ganz nett, wird mit jedem Mal hören sogar ein wenig besser – aber der große Appetizer auf das bevorstehende Album? Ich hätte mehr erwartet. Der Sound erinnert immer noch stark an die Vorgänger – und somit eben ganz eindeutig an eben jene Bands, mit denen sie schon vor Jahren verglichen wurden: The Cure, Editors, Interpol, The Rakes und diesmal auch stark nach den Kollegen von The Enemy. Das gefällt. Es ist immer noch düster, die Musik erinnert stark an eine ganze Reihe der 00er-Jahre Brit-Bands und die Texte sind weiterhin ab und an holperig, in jedem Lied finden sich allerdings einige grandiose Zeilen wieder. Den psychodelischen New-Wave-Einschlag à la Editors muss man eben mögen, dann sind The Cinematics genau das Richtige. Während des Schreibens wurde die EP immer besser, die Texte gehen gut ins Ohr, die Musik passt zum verregneten Wetter. Leider wird das nicht reichen, um im Indie-Rock-Olymp richtig einzuschlagen und sich festzusetzen, obwohl die Hoffnung an ein gewagteres und individuelleres Album im Herbst ja zuletzt stirbt.

Julian

The Cinematics